FC BPH Inside #7 - Marcus Middel

Marcus Middel über den 4:1-Befreiungsschlag in Gehrden und den Weg zu mehr Konstanz
Artikel vom 4. September 2026
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Nach dem verpatzten Heimspiel gegen Lindhorst war der Druck auf den FC Bad Pyrmont Hagen spürbar, doch beim 4:1-Auswärtserfolg beim SV Gehrden zeigte die Mannschaft die gewünschte Reaktion. Wir haben uns mit Marcus Middel über die Kehrtwende, defensiver Stellschrauben und seine persönliche Rolle unterhalten.
Marcus, nach dem turbulenten 4:4 in Afferde und dem dämpfenden 1:4 gegen Lindhorst habt ihr am Wochenende beim 4:1 in Gehrden genau die richtige Antwort gegeben. Wie groß ist die Erleichterung in der Mannschaft nach diesem Auswärtssieg?
Das war nach den vorherigen Wochen natürlich ein sehr wichtiger Sieg. Allerdings war es gegen den Tabellenletzten definitiv auch ein Pflichtsieg. Von daher denke ich, dass wir erst dann wirklich erleichtert sein können, wenn wir an diese Leistung anknüpfen und auch die nächsten Spiele erfolgreich gestalten.
Du spulst als Flügelspieler in jedem Spiel enorm viele Meter ab und suchst immer wieder das Eins-gegen-Eins. Wie hast du die Offensivleistung in Gehrden wahrgenommen – was hat dieses Mal im Vergleich zu den Vorwochen besser geklappt?
Offensiv war das in Ordnung, wobei wir allerdings auch viel Platz zum Kombinieren bekommen haben – das gehört zur Wahrheit dazu. Wir haben trotzdem noch zu viele Möglichkeiten liegen gelassen und oft hat der letzte Pass gefehlt. Das war auch schon in den Wochen davor unser Thema, daran müssen wir unbedingt weiterarbeiten. Dennoch waren unsere Tore diesmal wirklich gut herausgespielt.
In den Spielen zuvor gab es defensiv noch ein paar Wackler und zu viele Gegentore. In Gehrden standet ihr hinten deutlich gefestigter und habt wenig zugelassen. Was war aus deiner Sicht der Schlüssel für diese Stabilität?
Das war in der Tat so und auch enorm wichtig, denn wir haben bis jetzt definitiv zu viele Gegentore kassiert. Nach den letzten Partien haben wir intern vor allem das Thema Mentalität angesprochen. Das hat sich bereits in den letzten beiden Trainingswochen gezeigt und ich habe das Gefühl, dass wir uns in diesem Bereich deutlich verbessert haben. Dazu kommt, dass Aaron zum ersten Mal als Innenverteidiger aufgelaufen ist. Dadurch hatten wir mehr Möglichkeiten im Aufbauspiel und folglich mehr Ballbesitz. Auch das gehört für mich zu einer stabilen Defensive dazu.
Wenn man die bisherigen Saisonspiele betrachtet, wechselten sich starke Phasen und Rückschläge noch etwas ab. Wie bewertest du den bisherigen Trend und wie schafft ihr es, diese Leistung aus Gehrden jetzt konstant abzurufen?
Wie schon erwähnt, geht es vor allem um die Mentalität. Ich habe das Gefühl, dass hier bei uns ein echter Umschwung stattgefunden hat. Wir hatten diese Woche eine hervorragende Trainingswoche mit richtig Feuer drin. Genau das ist für mich die Grundvoraussetzung für eine gute Leistung am Wochenende – und damit letztlich auch der Schlüssel zum Erfolg.
Zum Abschluss der Blick auf dich persönlich: Du gehörst auf der Außenbahn zu den Aktivposten. Wie zufrieden bist du mit deinen eigenen Auftritten und worauf kommt es für dich in den nächsten Tagen im Training an?
Ich bin mit meiner bisherigen Saison persönlich noch nicht zufrieden. Mir ist bewusst, dass ich als Offensivspieler maßgeblich mitverantwortlich für die momentan noch fehlende Kreativität und die ungenauen letzten Pässe bin. Daran müssen wir als Offensivkollektiv weiter feilen. Dazu kommt, dass ich zuletzt vermehrt im Zentrum auf der Acht eingesetzt worden bin – an diese Rolle muss ich mich erst noch ein wenig gewöhnen.
Generell fordere ich aber von uns allen mehr: Hinten müssen wir noch mehr Stabilität entwickeln und weniger zulassen, während wir vorne mehr Kreativität, präzisere Bälle in die Spitze und zielstrebiger Abschlüsse brauchen. Die nächste Chance, das auf den Platz zu bringen, haben wir direkt im anstehenden Heimspiel gegen Ihme-Roloven.
